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 Business, Business, Business

Herzlich willkommen auf meinem Blog. Sicher habt Ihr Euch schon einmal gefragt, was es mit dem Begriff Business auf sich hat. Der eingedeutschte Begriff aus dem Englischen wird schließlich in den verschiedensten Kontexten und als ein Aushängeschild für Fortschritt, Kapital und Erfolg genutzt. All das, was zum Begriff Business gehört, lässt sich mit diesen Worten allerdings gar nicht ausdrücken. Auch die Unterscheidung zwischen Business to Business (B2B) für geschäftliche Beziehungen oder Business to Consumer (B2C) für kundenbezogene Dienstleistungen ist überaus allgemein gehalten. Zumal gibt es noch zahlreiche Formulierungen und Sprichwörter wie „Business as usual“, deren Bedeutung nur den wenigsten Menschen bewusst ist. Deshalb: Folgt mir auf den Spuren des „Geschäfts“ (so die offizielle Übersetzung für Business) und erhaltet Einblicke in die Welt des Marketing-, Firmen- und PR-Wesens.

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FMEA

by Gary Ford

'FMEA', diese Abkürzung steht für die englische Bezeichnung Failure Mode and Effects Analysis, zu Deutsch die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse. Dabei handelt es sich um eine Methodik aus dem Qualitäts- und Risikomanagement, wie sie zum Beispiel bei QMH Consulting GmbH Herr Thorsten Höppner durchgeführt wird. Sinn und Zweck ist es, möglichst schon in der Planungsphase, in Unternehmensprozessen Schwachstellen, im Fachjargon als Fehlermöglichkeiten bezeichnet, zu ermitteln. In der Folge sollen sie durch Optimierungsmaßnahmen vermieden werden. Da dieses Vorgehen auf normierten, international gültigen, Regeln fußt, gilt sie als weltweiter Standard, der die Grundlage für nationale und internationale Geschäftsbeziehungen ist. 

Die historischen Wurzeln der 'FMEA' sind in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren zu finden. Damals entwickelte das US-Militär eine Norm, um die Qualitätsschwankungen bei Produkten von Zulieferern beeinflussen und eliminieren zu können. Damit werden erstmalig allgemeingültige Standards festgelegt. Diese sind besonders wichtig, da die Apollo-Mission kurz bevorsteht. Kurz danach ist der Automobilhersteller Ford der erste privatwirtschaftliche Anwender. Aus einem damals noch nationalen Standard mutiert eine international anerkannte, branchenübergreifende Norm, die Kontinuität garantiert.

In Zahlen ausgedrückt ist die 'DIN EN ISO 9001', aktuell in der Version 2015, als eine Art Wurzelnorm zu bezeichnen. Aus ihr haben sich branchenbezogene Normen entwickelt, wie beispielsweise die Richtlinien 'VDA Band 4' oder 'SAE J1739' für die Automobilindustrie. Allerdings haben sich daraus auch Regelwerke entwickelt, die branchen- und länderübergreifend gelten. Beispiele hierfür sind die 'DIN EN ISO 13053-1:2001' und die 'DIN EN ISO 13053-2:2001'. In diesem Fall wird die gesamte Wertschöpfungskette eines Prozesses analysiert. Eine solche Form der Kontextbetrachtung wird bei einem Six Sigma-/Lean Six Sigma-Projekt umgesetzt.  

Neben diesem generischen Wachstum haben sich aus der 'FMEA' weitere Ableger etabliert. So lässt sich davon die 'DFMEA', eine Design-FMEA, und die 'PFMEA', eine auf den Prozess bezogene FMEA, ableiten. Daneben gibt es noch eine System-, Konstruktions-, Prozess-, Hardware- und Software-bezogene FMEA. Ihr Einsatzgebiet ist von der jeweiligen Bestimmung abhängig. Mit der 'FMECA', ausgeschriebenen Failure Mode and Effects Critically Analyzis-Anwendung, kann der Detaillierungsgrad der Betrachtungsweise erhöht werden. Diese können wiederum, wie vorab angesprochen, in einer Einzelbetrachtung oder Kontextbetrachtung durchgeführt werden.

Eine 'FMEA' kann sowohl progressiv als auch retrograd durchgeführt werden. Allerdings sollte sie, im Interesse der Prävention, in der Planungsphase eingesetzt werden. Die Kosten für eine Reimplementierung in einen bestehenden Prozess können oftmals durch die entstehenden Kosten nicht gerechtfertigt werden, weil sie sich exponentiell verhalten können.  

Dieses Tool wird als eine systematische, halbquantitative Risikoanalysemethode [analog Zuverlässigkeitsprüfung] in Bezug auf Prozesse bezeichnet. Halbquanitiativ deswegen, weil nicht alle Werte statistisch korrekt mit Beträgen ausgedrückt werden können, wie zum Beispiel Potenziale, Ursachen und Handlungsempfehlungen.   

Zwischen einer 'FMEA' und der entsprechenden Norm gibt es eine Crux. Zwar definiert sie einen verbindlichen Standard, doch ist dieser mitunter nicht, oder nur begrenzt an geografische Grenzen gebunden, Stichwort 'ISO-Norm', und kann nicht auf jedes einzelne Unternehmen eingehen, da jedes seinen eignen Charakter hat, auch wenn der Unternehmensgegenstand identisch ist.

Daher gilt: Eine Norm, an sich, ist so genau wie nötig und so allgemein wie eben möglich verfasst. Darüber hinaus gibt es für das betreffende Unternehmen/den spezifischen Prozessgestaltungsspielraum. In den verschiedenen Literaturen werden dazu Handlungsempfehlungen ausgesprochen, auf die in späteren Blogbeiträgen möglicherweise eingegangen wird.

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